„Weiche von mir, Satan! Denn du denkst nicht göttlich, sondern menschlich“ (Markus 8,33). Was war es, das unseren Herrn so aufstörte? Gerade der Fallstrick, dem wir alle so ausgeliefert sind: der Wunsch, sich zu retten; die Vorliebe für einen leichten Weg zum Kreuz. Ist es nicht wahr, dass wir naturgemäß Drangsal, Schande und Ablehnung zu entkommen suchen; dass wir vor dem Leiden zurückschrecken, das immer kommt, wenn wir in einer Welt wie dieser Gottes Willen tun wollen; dass wir lieber einen ruhigen, achtbaren Weg auf der Erde haben wollen – kurz gesagt, das Beste beider Welten? Wie leicht kann man davon umgarnt werden! Petrus konnte nicht verstehen, warum der Messias den ganzen Leidensweg durchschreiten sollte. Wären wir dort gewesen, hätten wir vielleicht noch Schlimmeres gesagt oder gedacht. Die Vorhaltung von Petrus war nicht ohne starke menschliche Zuneigung. Auch er liebte den Heiland von Herzen. Aber ohne dass er es wusste gab es den nicht gerichteten Geist der Welt.
—William Kelly, zitiert in William MacDonald’s, The Believer’s Bible Commentary