F&A 2012_09 | thebereancall.org

TBC Staff

Frage: Wir versuchen, uns zu behaupten und den Glauben zu verteidigen und sind auf Leute gestoßen, die an den Beweis von Goldstaub, Juwelen aus dem Himmel glauben – Zeugs von den Toronto Leuten vor langer Zeit. Ist Gott in seinen Möglichkeiten eingeschränkt, in der heutigen, modernen Zeit Wunder zu vollbringen? Wenn es kein Beispiel im Wort gibt, ist es dann prinzipiell nicht vom Heiligen Geist, sondern von einem anderen? „Begrenzen“ wir Gott durch Unglauben? Wo ziehen wir die Grenze zwischen diesen „neuen Wundern“ und Wundern, die in der Schrift erwähnt werden? Wenn wir bloß an den im Wort aufgeführten Wundern festhalten – begrenzen wir Gott dadurch?

Antwort: Wir hatten die Gelegenheit, diese Anliegen von ganz nahe zu erleben und haben Aussagen gehört wie zum Beispiel „rühre den Gesalbten des Herrn nicht an“ oder „schrecken sie den Geist durch ihren Unglauben nicht ab“. Diese Haltung ist eine der Schwächen der Pfingstler oder charismatischen Bewegung. Laut 1 Thessalonicher 5,21 gilt für uns: „Prüft alles, das Gute behaltet!“ Da der Herr nicht politisch korrekt ist, meint „alles“ wirklich „alles“, einschließlich der Dinge, die Sein sind. Man kann daraus direkt folgern, dass der Herr sich sicher ist, die Dinge, die Sein sind, würden den Test bestehen. Also nein, wir begrenzen den Herrn nicht durch den Test. In der Tat gebietet Er den Test.

Ferner stellt die Zeichen und Wunder Bewegung das biblische Modell auf den Kopf. Zu viele wandern von Ort zu Ort und versuchen, eine Erfahrung zu haben. Das biblische Modell zeigt uns Leute, die Gott suchten, und dann im Gegenzug eine Erfahrung hatten.

Petrus und Johannes suchten keine Erfahrung, als sie „miteinander in den Tempel hinauf [gingen] um die neunte Stunde, da man zu beten pflegte“ (Apostelgeschichte 3,1). Sie suchten Gott im Gebet. Es war Gott, der sie aufmerksam machte: „Und es wurde ein Mann herbeigebracht, der lahm war von Mutterleib an, den man täglich an die Pforte des Tempels hinsetzte, die man »die Schöne« nennt, damit er ein Almosen erbitten konnte von denen, die in den Tempel hineingingen“ (V. 2). Wir kennen die „Erfahrung“ und die geschaffene Gelegenheit, als der zuvor lahme Mensch „umher [ging] und sprang und lobte Gott“. Die Erfahrung war von Gott arrangiert und inszeniert, nicht durch ein kontrolliertes Umfeld, Musik oder andere Stimuli.

Wie Sie in ihrem [vollständigen] Brief erklären, gibt es kein Ende mit dem Betrug, der aufgedeckt wurde. Der „Goldstaub“, der vom Himmel fällt, wurde manchmal wissenschaftlich untersucht, wie im Falle der brasilianischen Evangelistin Sylvania Machado. Wie das Charisma Magazin berichtete, „sagte John Arnott von der Toronto Airport Christian Fellowship (TACF) einen geplanten viertätigen Auftritt von Machado ab, nachdem er eine Probe der Teilchen, die am ersten Abend von ihrem Kopf herabstürzten, zum Test eingesandt hatte. Ein Geochemiker an der Universität Toronto kam zum Schluss, die Teilchen enthielten kein Gold oder Platin, sondern wären eine Art Plastikfilm“ (www.charismanews.com/news.cgi?a=145&t=search.html, zitiert am 7.5.2001).

Satan sucht immer, das Echte nachzumachen. Als Aaron seinen Stab vor den Pharao hinwarf, wurde er zur Schlange. Die Zauberer Pharaos jedoch „…taten dasselbe mit ihren Zauberkünsten. Und jeder warf seinen Stab hin, und es wurden Schlangen daraus; aber Aarons Stab verschlang ihre Stäbe“ (2 Mose 7,11-12). Bis zu dem Punkt, wo die Schlangen der Zauberer verschlungen wurden, hätte ihr „Kunststück“ für manche überzeugend sein können.

Auch durch die verblüffendsten Wunder werden Gottes Diener nicht bestätigt. „Zum Gesetz und zum Zeugnis! – wenn sie nicht so sprechen, gibt es für sie kein Morgenrot“ (Jesaja 8,20). Manche weisen auf Markus 16,20 hin, wo steht: „Sie aber gingen hinaus und verkündigten überall; und der Herr wirkte mit ihnen und bekräftigte das Wort durch die begleitenden Zeichen.“ Beachten Sie jedoch, die „Zeichen“ bekräftigten das „Wort“. Das Wort bleibt im Fokus. Es mag alle Sorten von wunderbaren Zeichen geben, aber wenn das Wort unzulänglich ist, sind die Zeichen ohne Wert.

Frage: Wir bitten um Rat hinsichtlich biblischer Zurechtweisung. Zunächst neige ich dazu, der Ermahnung in 2 Timotheus 2,24-26 und 4,1-4 zu folgen. Wie sollten wir im Lichte dessen Ihrer Ansicht nach reagieren und vorgehen, wenn junge Gläubige im Irrtum leben? Zu den Problemfällen gehören Freunde, die mit ihren Freunden / Freundinnen vor der Ehe zusammenleben, vor der Ehe schwanger wurden, vorhaben, sich scheiden zu lassen und wieder zu verheiraten, mit Ungläubigen ausgehen, am Wochenende ausgehen und sich betrinken, zu Yogasitzungen gehen, sich auf Psychologieprogramme einlassen, falsche Evangelien nicht erkennen (Katholizismus, Mormonismus, usw.). Wir schätzen jeden Rat aus Ihrer Erfahrung, wie wir liebe Freunde ansprechen und diese Probleme diskutieren sollen. Wir haben dabei schon Freunde verloren.

Antwort: Sie verweisen auf 2 Timotheus 2,24-25, wo steht, „Ein Knecht des Herrn aber soll nicht streiten, sondern milde sein gegen jedermann, fähig zu lehren, geduldig im Ertragen von Bosheiten; er soll mit Sanftmut die Widerspenstigen zurechtweisen, ob ihnen Gott nicht noch Buße geben möchte zur Erkenntnis der Wahrheit.“

Das ist ein einheitlicher Ansatz in der ganzen Schrift. In Galater 6,1-2 lesen wir: „Brüder, wenn auch ein Mensch von einer Übertretung übereilt würde, so helft ihr, die ihr geistlich seid, einem solchen im Geist der Sanftmut wieder zurecht; und gib dabei acht auf dich selbst, dass du nicht auch versucht wirst! Einer trage des anderen Lasten, und so sollt ihr das Gesetz des Christus erfüllen!“

Sogar die Verse, die von den Umständen der sich nahenden letzten Tage sprechen, weichen von diesem Ansatz nicht ab: „Daher ermahne ich dich ernstlich vor dem Angesicht Gottes und des Herrn Jesus Christus, der Lebendige und Tote richten wird, um seiner Erscheinung und seines Reiches willen: Verkündige das Wort, tritt dafür ein, es sei gelegen oder ungelegen; überführe, tadle, ermahne mit aller Langmut und Belehrung!“ (2 Timotheus 4,1-5). „Überführen“, „tadeln“, und sogar „ermahnen“ muss mit „aller Langmut“ und „Belehrung“ erfolgen. Biblische Belehrung ergreift die Rute nicht voreilig. „Langmut“ (gottesfürchtige Geduld) sollte unsere Haltung denen gegenüber sein, für die wir den Dienst tun. Dennoch verkündigen wir.

Schließlich sagt uns Prediger 7,5: „Es ist besser, auf den Tadel des Weisen zu hören, als dem Gesang der Narren zu lauschen!“

Was auch wichtig ist: sollten wir anfänglich abgelehnt werden, bedeutet dies nicht, dass unsere Worte nicht gehört wurden oder dass der Herr im Leben der Individuen aufgehört hat zur wirken, während wir beten. Wir hörten zum Beispiel neulich den Bericht einer Frau, die in den Mit-Siebzigern ihren Arbeitgebern (Mann und Frau) Zeugnis gegeben hatte und sofort entlassen worden war. Beinahe zwanzig Jahre später nahmen sie Kontakt zu ihr auf, um ihr zu berichten, dass ihre Familie in der Zwischenzeit gerettet worden und der Mann nun ein Diener des Evangeliums war. „Lasst uns aber im Gutes tun nicht müde werden; denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten, wenn wir nicht ermatten“ (Galater 6,9). Zum Gutes tun gehört Überführen, Tadeln und Ermahnen „mit aller Langmut und Belehrung“ (2 Timotheus 4,1-5).