Verteidigt den Glauben 2013_04 | thebereancall.org

Hunt, Dave

Verteidigt den Glauben

Unser monatlicher, spezieller Artikel aus Dave Hunts Buch mit demselben Titel.

Widersprüchliche Konzepte von Gott – Welche sind richtig?

Frage: Die ältesten und populärsten Konzepte von Gott sind entweder Pantheismus, der Glaube, alles [d.h. das Universum] sei Gott, oder Polytheismus, der Glaube, es gebe viele Götter…. Warum ist die Bibel so unnachgiebig gegen diese Überzeugungen, und warum verdammt sie so streng die so genannten Heiden, die… diese Ansichten schon lange hatten… bevor Christus daher kam?

Antwort: Pantheismus ist wirklich dasselbe wie Atheismus. Wenn alles Gott ist, so ist offensichtlich nichts Gott, weil schon der Begriff jegliche Bedeutung verloren hat. Der Pantheismus führt zu zahlreichen Widersprüchen: Gott würde die Leere eines Vakuums sein wie auch die Substanz der Materie; Er würde Krankheit wie auch Gesundheit sein, Tod wie auch Leben, böse wie auch gut. Überdies, wenn das Universum selbst Gott ist, dann gibt es keinen außen liegenden Bezugspunkt, von dem aus das Universum beurteilt und ihm Zweck und Bedeutung gegeben werden kann. Auch gibt es keine Hoffnung, seinen abwärts gerichteten Kurs oder den der Menschheit zu verändern.

Nichts hat für sich alleine Bedeutung oder Wert, sondern nur dann, wenn ein persönliches Wesen davon Nutzen hat und es schätzt. Ein Auto hat keine Bedeutung, keinen Zweck, es sei denn, jemand fährt es. Der kostbarste Diamantring hat keinen Wert, es sei denn, es gibt jemanden, der ihn kaufen, besitzen und tragen will, und so weiter. Was für jedes Teil des Universums gilt, trifft offensichtlich auch gleichermaßen für das Ganze zu.

Nach dem Entropiegesetz läuft dieses Universum wie eine Uhr ab. Sich selbst überlassen und ohne eine außerhalb befindliche Intelligenz von unendlicher Macht, die das Universum vor seinem gewissen Untergang rettet, werden alle persönlichen und gemeinschaftlichen Träume und Pläne eines Tages wie Sandburgen sein, die in einen kosmischen Ozean der Nichtigkeit ausgewaschen werden. Das gesamte Universum wird sich dem absoluten Nullpunkt annähern, und alle werden sein, als ob es sie nie gegeben hätte…. Ohne einen Schöpfer, der ein ewiges Ziel für Seine Schöpfung hatte und der in der Lage ist, von außerhalb hineinzureichen (nicht mit Reinkarnation oder Evolution, sondern mit Auferstehung und neuer Schöpfung), könnten weder das Universum noch der Mensch darin irgendeine letzte Bedeutung haben. Der Pantheismus kann nur Bedeutungslosigkeit, Hoffnungslosigkeit und höchste Verzweiflung bieten….

In der akademischen Welt… wird jetzt Ökotheologie (der alte Pantheismus) von einigen wohl ausgebildeten Leuten [respektiert]…. Professor Victor Ferkiss von der Georgetown Universität sagt, es „beginne mit der Prämisse, dass das Universum Gott ist“. Ferkiss scheint zu denken, die pantheistische Naturverehrung werde „die Umweltausbeutung des Universums verhindern“.

Man kann nicht sowohl die Schöpfung wie den Schöpfer verehren. Die Bibel sagt, es gebe ernsthafte Konsequenzen, die von der Anbetung der Schöpfung anstelle des Schöpfers herrührten (Römer 1,18-32). Das eigene Gewissen wird stumpf, und die Menschheit fällt allen Arten von bösem und grausamem Verhalten zum Opfer, weil es in der Natur keine Moral gibt….

Der Historiker und Philosoph Herbert Schlossberg erinnert uns, „Tiere handeln nicht moralisch oder unmoralisch; sie handeln nur natürlich. Ein Ethiksystem, das sagt, die Menschen sollten ihr Verhalten auf die Natur gründen… rechtfertigt jedes Verhalten, weil die Natur keine Ethik kennt.“ Nobelpreisträger Sir John Eccles stimmt zu: „Die Konzepte von Unrecht, Ungerechtigkeit… die zu ehrenden und respektierenden Verpflichtungen… sind nur innerhalb eines moralischen Zusammenhangs und für moralische Wesen einsehbar. Im geistlosen Universum bloßer Natur… gibt es weder Gerechtigkeit noch Barmherzigkeit, weder Freiheit noch Fairness. Es gibt nur Fakten.“

Die Versuchung, das Universum zu verehren, scheint für atheistische Wissenschaftler ein Berufsrisiko zu sein. Ihre Argumente gegen Gott verraten eine… Aneignung des Pantheismus sowohl als Entschuldigung, den unendlichen Schöpfer zu verleugnen (dem der Mensch Rechenschaft schulden würde), wie auch den Versuch, eine andere Grundlage für Zweck und Bedeutung zu finden…. Ein Kompendium des Atheismus mit dem Titel 400 Years of Freethought, veröffentlicht 1894, erklärt den Eckstein des Freidenkens… als Ablehnung „jeglicher Autorität“ und „Eroberung der Natur“. Der Atheist Carl Sagan [bereits gestorben] wurde äußerst ehrfürchtig und verehrend in der Gegenwart des Kosmos, dem er zuschrieb, uns und alles Leben hervorgebracht zu haben…. Er sagt, es mache Sinn, die Sonne und den Mond zu verehren! Auf welcher Grundlage? Und wie unterscheidet sich das von der Verbeugung vor einem Stück Holz oder Stein als seinem Gott? Was könnte die Sonne oder der Mond mit Moral, mit Zweck und Bedeutung, mit Liebe und Schönheit zu tun haben?

…Wenn ein Gott stärker ist oder mehr Autorität hat als die anderen, dann kann keiner vom Rest der Götter wirklich Gott sein, womit wir wieder beim Monotheismus sind. Wie die Bibel sagt: „Dir, Herr, ist keiner gleich unter den Göttern…. Denn du bist groß und tust Wunder, du bist Gott, du allein“ (Psalm 86,8.10).

Wenn es viele Götter gibt, zu welchem Gott sollte man beten? Zum Lieblingsgott? Auf welcher Basis ist er ein Lieblingsgott?... St. Christophorus, der Schutzheilige der Reisenden, von dem Millionen Schutz erhofften, ist vom katholischen Pantheon entfernt worden. Die Kirche gibt jetzt zu, dass Christophorus ein Mythos war, und jegliche Macht, die er anscheinend ausübte… war offensichtlich eine Täuschung. So ist es mit allen Göttern der vielen Weltreligionen. Tatsächlich sind sie schlimmer als Märchen; sie sind Vertreter Satans und seiner Lakaien. Hinter jedem Götzenbild befindet sich ein Dämon, der es benutzt, um Leute vom wahren Gott wegzuziehen, wie Paulus sagte: „…dass die Heiden das, was sie opfern, den Dämonen opfern und nicht Gott! Ich will aber nicht, dass ihr in Gemeinschaft mit den Dämonen seid. Ihr könnt nicht den Kelch des Herrn trinken und den Kelch der Dämonen; ihr könnt nicht am Tisch des Herrn teilhaben und am Tisch der Dämonen“ (1 Korinther 10,20-21).

Bei Gott gibt es keinen Kompromiss. Das ewige Schicksal eines jeden, der je gelebt hat oder leben wird, steht auf dem Spiel. Angenommen, ein gewisser Mann überzeugt eine große Gruppe von Leuten, ihm ihren Besitz zu geben und ihm dorthin zu folgen, wo nach seinen Aussagen das wirkliche Paradies auf Erden sein soll – und stattdessen führt er sie in einen Sumpf, wo sie alle im Treibsand verschluckt werden. Sollte er nicht als Lügner und Mörder bestraft werden? Um wie viel schlimmer ist es, für falsche Götter zu werben und Tickets in den Himmel zu verkaufen, welche die Leute tatsächlich in die Hölle bringen!

Ein Auszug aus Verteidigt den Glauben (S. 43-47) von Dave Hunt