Verteidigt den Glauben 2014_02 | thebereancall.org

Hunt, Dave

Verteidigt den Glauben

Unser monatlicher, spezieller Artikel aus Dave Hunts Buch mit demselben Titel.

Biblische Antworten auf herausfordernde Fragen

Was ist mit göttlicher Inspiration?

Frage: Die jüdisch-christliche Bibel ist nicht das einzige Buch, das den Anspruch erhebt, von Gott inspiriert zu sein. Auch der Koran, die Hindu Veden, das Buch Mormon und andere behaupten, von Gott gekommen zu sein. Zieht nicht schon die Lehre des Christentums, andere Bücher seien nicht wahr, schwere Zweifel auf die Bibel gleichermaßen? Wenn so viele andere falsch sein können, warum nicht eines mehr? Schließlich bezweifelt ein Atheist nur ein Buch mehr als ein Christ.

Antwort: Ob die Schriften anderer Religionen wahr oder falsch sind hat keinen Einfluss darauf, ob die Bibel gültig ist oder nicht. Die Tatsache, dass 10 von 11 Wettkämpfern das Rennen nicht gewannen, kann kaum als plausibles Argument genommen werden, dass deshalb keiner gewonnen haben kann. Dass es Falschgeld im Überfluss gibt deutet auch nicht einen Moment an, echtes Geld würde nicht existieren. Tatsächlich spricht es für seine Existenz, denn ansonsten macht das Fälschen keinen Sinn. Dass Milliarden von Menschen willens sind, die heiligen Schriften von zahlreichen Religionen als von Gott inspiriert anzunehmen, zeigt einen tiefen Hunger in der Menschheit nach göttlicher Offenbarung, die immer in allen Zeitaltern, in allen Rassen und Kulturen und überall existiert hat.

Die Evolution konnte solch einen universellen und kräftigen Hunger nicht entwickeln. Der menschliche Körper hungert oder dürstet nicht nach nichtexistierender Speise und Trank, sondern nur nach dem, was existiert und das Leben erhält. Die einzige Ausnahme ist, wenn man etwas geschmeckt hat, was schädlich, aber köstlich war, oder was Wohl- oder Machtgefühl vorspiegelte, und man dann unnatürlich danach verlangte. Ein Verlangen nach dieser Droge oder vergiftendem Trank wäre jedoch nie aufgekommen, hätte man sie nicht tatsächlich gekostet oder erfahren. Somit konnte man nicht behaupten, Glaube an Gott sei „das Opiat der Massen“, ohne Gottes Existenz zuzugeben. Jemand musste etwas Wirkliches „gekostet“ haben, wie die Bibel uns herausfordert: „Schmeckt und seht, wie freundlich der HERR ist…“ (Psalm 34,8).

Der universelle Hunger nach Gott spricht also logischerweise für Seine Existenz; und der Hunger nach Offenbarung von Ihm spricht dafür, dass solche Offenbarung gleichermaßen existiert. Ob das, was angeblich von Gott kommen soll, tatsächlich von Ihm ist, kann jedoch nur auf Grundlage der Tatsachen bestimmt werden – und nur die Bibel besteht diesen Test, wie wir sehen werden.

Die Tatsache, dass die Welt mit falschen Prophetien gefüllt ist, die den Anspruch erheben, von Gott zu kommen, ist genau das, was man erwarten würde, angesichts dieses angeborenen Durstes nach Gott und der Bereitschaft des menschlichen Herzens, sich und andere zu täuschen. Auch kann aus der Tatsache, dass viele falsche Prophezeiungen verkündet worden sind, nicht gefolgert werden, es sei daher niemals eine wahre Prophezeiung geäußert worden. Dass die Menschheit universell an allen Orten, zu allen Zeiten und unter allen Religionen für falsche Vorhersagen empfänglich war, ist der Beweis für einen intuitiven Glauben, dass echte Prophetie möglich und wichtig sein muss.

Die Bibel muss anhand ihrer eigenen Vorzüge untersucht werden. Sie wird sich auf der Grundlage der zusammengefassten internen und externen Beweise entweder als richtig oder falsch erweisen – nicht indem man sie mit den heiligen Schriften anderer Religionen vergleicht. Überdies erfordert schon der Anspruch der Bibel, die einzige Offenbarung Gottes an die Menschheit zu sein, dass alle anderen heiligen Schriften falsch sind. Deren Falschheit ist, weit davon entfernt, zu beweisen, dass die Bibel nicht wahr sein kann, ein Argument zu ihren Gunsten.

Auszug aus Verteidigt den Glauben (Seite 64-66 – englische Original-ausgabe) von Dave Hunt